Janosch Brase

Clear State Schritt 4 Innere Ruhe

    Schritt 4 von 7

    1 von 4 · Was du kennst

    Wann hängst du abends noch im Job?

    Tipp alles an, was in den letzten vier Wochen bei dir vorkam.

    Angetippt: 0

    Du kannst mehrere antippen.

    2 von 4 · Was dahintersteckt

    Du bist zu Hause, und der Kopf ist noch im Meeting.

    Du hast 0 davon angetippt:

    Anspannung Morgen Meeting Feierabend Nacht Puls bleibt oben Umschalten können Skizze, keine Messung.

    Dein Kopf ist noch im Büro.

    Das Meeting war um zehn. Abends um neun hängst du immer noch drin. Und dein Puls geht dabei wieder hoch, als würdest du gerade drin sitzen.

    So bleibt der Puls abends höher, obwohl du längst zu Hause bist.

    Der Abend wird nicht von allein ruhig.

    Wer den ganzen Tag nur auf Vollgas läuft, kommt abends oft nicht zur Ruhe. Er ist dann eher platt.

    Gedanken wegzudrücken klappt meist nicht lange. Was hilft: Gib der offenen Sache einen Termin. Du musst es heute nicht erledigen. Du legst nur fest, wann du dich drum kümmerst. Solange sie keine Uhrzeit hat, meldet sie sich immer wieder.

    Woher ich das weiß
    Was die Studie zeigt.

    Jos Brosschot, William Gerin und Julian Thayer haben 2006 viele Studien zusammengefasst. Ihre These: Der Puls bleibt hoch, weil du vor dem Meeting und danach immer wieder dran denkst. Quelle

    Und am nächsten Morgen im Meeting merkst du das.

    3 von 4 · Was du anders machst

    Erst runterfahren, dann eine Uhrzeit.

    Der Puls geht runter, wenn die Ausatmung länger ist als die Einatmung. Was noch offen ist, bekommt eine Uhrzeit. Dann muss der Kopf es nicht halten.

    4 von 4 · Dein Schritt für heute

    Eine Minute runterfahren, dann der Zettel.

    Wenn du länger aus- als einatmest, geht dein Puls runter. Dein Alarm wird leiser, und dein Kopf kann wieder klar planen.

    ein aus, doppelt so lang Beim Ausatmen schlägt das Herz langsamer.

    Setz dich hin und lass die Schultern fallen. Eine Minute lang: durch die Nase ein, doppelt so lang wieder aus.

    60

    Wenn dir schwindlig wird, hör auf und atme normal. Nicht beim Autofahren.

    Hast du eine Uhr oder einen Ring?

    Dann schau nach der Minute auf deine HRV. HRV heißt, wie stark der Abstand zwischen zwei Herzschlägen schwankt. Viele Uhren und Ringe zeigen den Wert an. Wenn du gut umschalten kannst, sieht man das oft an diesem Wert.

    Mach das eine Woche jeden Abend, dann siehst du, ob du besser umschaltest. Wer keine Uhr hat, verpasst nichts.

    Was aufgeschrieben ist, muss dein Kopf heute Nacht nicht mehr festhalten.

    Jetzt der Zettel. Was ist noch offen, und wann kümmerst du dich drum? Schreib eine Uhrzeit dazu, zum Beispiel morgen um neun.

    Das nimmst du mit

    Das steht jetzt auf deinem Zettel.

    Schreib es auf einen Zettel oder ins Handy, bevor du zu Hause reingehst. Fällt dir abends noch was ein, kommt es auf denselben Zettel. Nicht in den Laptop.

    Zähl diese Woche, an wie vielen Abenden du den Laptop nochmal aufmachst. Nächste Woche zählst du wieder.

    Im nächsten Schritt geht es um den Satz, der abends oft weiterläuft.

    Soll ich dir den nächsten Schritt schicken?

    Per WhatsApp, Telegram oder Mail. Kostet nichts. Schreib „STOP“, dann kommt nichts mehr.

    Über deine Mail weiß ich, wo du gerade stehst. Der nächste Schritt kommt da an, wo du unten tippst.

    Wohin soll ich ihn schicken?

    Deine Daten nutze ich nur für die Schritte und gebe sie an niemanden weiter. WhatsApp und Telegram sitzen außerhalb der EU. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.

    Quellen

    1. Jos F. Brosschot, William Gerin, Julian F. Thayer (2006): The perseverative cognition hypothesis. A review of worry, prolonged stress-related physiological activation, and health. Journal of Psychosomatic Research 60(2), 113–124. doi.org/10.1016/j.jpsychores.2005.06.074
      Viele Studien zusammengefasst. Immer wieder dran denken hält dich länger unter Strom als das Ereignis selbst.
    2. Andrea Zaccaro u. a. (2018): How Breath-Control Can Change Your Life. A Systematic Review on Psycho-Physiological Correlates of Slow Breathing. Frontiers in Human Neuroscience 12, 353. doi.org/10.3389/fnhum.2018.00353
      15 Studien mit gesunden Leuten zusammengefasst. Langsam atmen, unter zehn Atemzüge pro Minute, macht messbar ruhiger.
    3. Sylvain Laborde u. a. (2022): Effects of voluntary slow breathing on heart rate and heart rate variability. A systematic review and a meta-analysis. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, Artikel 104711. doi.org/10.1016/j.neubiorev.2022.104711
      223 Studien zusammengerechnet. Langsam atmen hebt die HRV, während du atmest, direkt danach und auch nach mehreren Einheiten.