Clear State Schritt 3 Schneller Alarm
Schritt 3 von 7
1 von 4 · Was du kennst
Wann reagierst du schon, bevor du nachgedacht hast?
Tipp alles an, was in den letzten vier Wochen bei dir vorkam.
Du kannst mehrere antippen. Mit dem ersten machen wir gleich die Übung.
Was reißt dich bei der Arbeit raus?
Tipp alles an, was in den letzten vier Wochen bei dir vorkam.
Du kannst mehrere antippen. Mit dem ersten machen wir gleich die Übung.
Wann bist du vor einem Termin angespannt?
Tipp alles an, was in den letzten vier Wochen bei dir vorkam.
Du kannst mehrere antippen. Mit dem ersten machen wir gleich die Übung.
2 von 4 · Was dahintersteckt
In dir gibt es einen schnellen Alarm und einen langsamen Planer.
Du hast „“ angetippt. In so einem Moment reagierst du, bevor du entschieden hast.
Der schnelle Alarm
Er springt an, bevor du es merkst. Puls hoch, Kiefer fest, die Finger wollen schon tippen. Das ist eine normale Reaktion und im Ernstfall nützlich. Wenn es brenzlig wird, musst du so nicht erst nachdenken.
Der langsame Planer
Er plant, wägt ab und denkt an übermorgen. Unter Druck kommt er schlechter zum Zug, also genau im schwierigen Meeting.
Was du tun kannst
Sich „bleib ruhig“ zu sagen hilft deshalb wenig. Den Alarm kannst du nicht abschalten. Du kannst dem Planer eine Sekunde verschaffen.
Woher ich das weiß
Amy Arnsten hat 2009 viele Studien zusammengefasst: Schon kurzer Druck, den du nicht steuern kannst, macht Planen und klares Denken schwerer. Joseph LeDoux und Daniel Pine beschreiben 2016, dass die schnelle Schutzreaktion und das, was du bewusst merkst, zwei getrennte Sachen sind. Quelle 1 · Quelle 2
Wenn du dem Planer eine Sekunde gibst, klingt die Antwort eher so, wie du sie morgen noch gut findest.
3 von 4 · Was du anders machst
Dem Planer eine Sekunde geben.
Den schnellen Alarm kannst du nicht wegdrücken. Eine Minute, dann ist der langsame Planer da.
4 von 4 · Dein Schritt für heute
Gib deinem Planer eine Minute.
Wenn du eine Minute wartest, statt sofort zu antworten, holt der langsame Planer auf. Die Mail oder der Satz im Meeting kann dann einen Moment liegen.
Setz dich hin. Hände flach auf den Tisch, Füße auf den Boden. Eine Minute, bevor du antwortest. Kein Handy, kein Bildschirm. Schau auf einen Punkt im Raum.
Die Minute ist um.
Und jetzt zwei Sachen für den echten Moment.
Lass die Minute laufen und füll beide Felder aus, dann geht's weiter.
Das machst du beim nächsten Mal.
Hände flach, das Wort leise sagen, die Uhrzeit festlegen. Bis dahin liest du die Mail zu Ende und machst was anderes. Das dauert etwa 15 Sekunden und fällt im Büro niemandem auf.
Mach heute einen Strich für jede Antwort, die du sofort rausgehauen hast. In einer Woche machst du das nochmal und vergleichst.
Im nächsten Schritt geht es darum, abends runterzukommen.
Du hast alle sieben Schritte gemacht.
Jetzt geht es wieder bei Schritt 1 los. Du nimmst dir dasselbe vor wie vorher, aber jetzt weißt du, warum es bisher nicht geklappt hat.
Wenn du das nicht allein durchziehen willst, kannst du dich bald für eine kleine Gruppe bewerben. Ich sag dir Bescheid.
Dazu hab ich eine eigene Seite gebaut.
Zur SeiteSoll ich dir den nächsten Schritt schicken?
Per WhatsApp, Telegram oder Mail. Kostet nichts. Schreib „STOP“, dann kommt nichts mehr.
Über deine Mail weiß ich, wo du gerade stehst. Der nächste Schritt kommt da an, wo du unten tippst.
Deine Daten nutze ich nur für die Schritte und gebe sie an niemanden weiter. WhatsApp und Telegram sitzen außerhalb der EU. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.
Danke, ich hab gespeichert, wo du stehst.
Jetzt noch: Tipp auf den Button und schick die fertige Nachricht ab. Dann weiß ich, wohin.
WeiterJetzt noch: Schau in dein Postfach und bestätig deine Adresse. Nichts da? Dann schau im Spam.
Hab ich gespeichert. Du bist schon eingetragen, ich frag nicht nochmal.
Wenn du das nicht allein durchziehen willst: Es gibt „Fahr dich runter“. Zwölf Wochen, feste Termine, eine kleine Gruppe Männer, die an genau dem hier dranbleiben.
Quellen
- Amy F. T. Arnsten (2009): Stress signalling pathways that impair prefrontal cortex structure and function. Nature Reviews Neuroscience 10(6), 410–422. doi.org/10.1038/nrn2648
Viele Studien zusammengefasst. Schon kurzer Druck, den du nicht steuern kannst, macht klares Planen schwerer. - Joseph E. LeDoux, Daniel S. Pine (2016): Using Neuroscience to Help Understand Fear and Anxiety. A Two-System Framework. American Journal of Psychiatry 173(11), 1083–1093. doi.org/10.1176/appi.ajp.2016.16030353
Die schnelle Schutzreaktion und das, was du bewusst merkst, sind zwei getrennte Sachen.